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Wissenswertes über Fett

veröffentlicht am 20. Juni 2013
© EcoPim - Fotolia.com

Fett ist nicht gleich Fett

Das Fett kennen viele nur als Störenfried am Bauch oder an den Hüften. Drum wird bei vielen Diäten auf Fett verzichtet. Nur ist das wirklich der richtige Weg und kann zu wenig Fett auch negative Auswirkungen auf den Körper und sogar uns Sportler haben? Dafür schauen wir uns das Fett mal genauer an

Welche Arten von Fett gibt es?

Man unterscheidet im Groben zwischen 3 Arten:

  • gesättigte Fette(auch als Transfette bezeichnet) enthalten in Wurst, Käse, Fleisch, Süssigkeiten
  • einfach ungesättigte Fette enthalten in Nüssen, Olivenöl..
  • mehrfach ungesättigte Fette enthalten in Leinsamen, verschiedenen Fischsorten..

Man kann sich vorstellen, dass es keinen zwingenden Bedarf an den gesättigten Fetten gibt. Diese werden sehr leicht in körpereigenes Fett umgewandelt. Selbst die einfach ungesättigten sind für den Körper nicht essentiell. Auch diese werden in körpereigenes Fett umgewandelt, aber natürlich nicht so schnell, wie die Transfette. Dennoch wichtig, um auf seine Kalorienbilanz zu kommen. Zudem würde eine Versorgung an Fetten von weniger als 20% der Gesamtkalorien zu einem Abstieg des Testosteronspiegels von 10 bis 30% führen. Dies wäre gerade für die männlichen Sportler unter uns sehr unvorteilhaft.
Kommen wir zu den wichtigen mehrfach ungesättigten Fetten

Wieviel brauche ich davon, gibt es da auch Unterschiede und welche Lebensmittel sind besonders empfehlenswert?

Man unterscheidet zwischen den Omega 3 und den Omega 6 Fettsäuren.

  • Omega 3 gibt es in pflanzlicher Form (Leinsamen, Rapsöl, Soja, Walnüsse) und tierischer Form (Makrele, Lachs, Hering, Sardine und Thunfisch)
  • Omega 6 gibt es in pflanzlicher Form ( Distelöl, Sonnenblumenöl, Margarine) und tierischer Form (Fleisch, Wurst und Eier)

Omega 3 wird nur in geringer Menge benötigt: Ca. 1 bis 2 g täglich, wohingegen 5 bis 10g von Omega 6 notwendig sind. Man sieht hier auch schon ein bestimmtes Verhältnis. 5 zu 1
Solch ein Verhältnis dieser Fette ist natürlich wünschenswert, aber in unserer Gesellschaft kaum vorhanden. Wir nehmen viel mehr Omega 6 zu uns als Omega 3. Verhältnisse von 25 bis 30 zu 1 sind da teilweise die Regel.

Was ist so schlimm daran? Ist doch beides gutes Fett

An sich ist es nicht schlimm, wenn solche Werte entstehen. Immernoch besser, als sich mit schlechten Fetten vollzustopfen. Allerdings entstehen eine Reihe von Vorteilen bei einer genaueren Kontrolle seiner Nahrung:

  • Fettspeicherung durch Zuckerkonsum wird erschwert durch eine verbesserte Insulinsensitivität
  • Der Stoffwechsel wird verbessert durch eine leichte Erhöhung des Grundumsatzes
  • Körperfett wird reduziert bedingt durch den schnelleren Stoffwechsel
  • Schnellere Regeneration durch bessere Glykogenspeicherung
  • Entzündungen werden verringert durch eine natürliche Hemmung des Körpers

Dies sind schon eine Reihe von Gründen, die den einen oder anderen dazu bewegen könnten, seine Nahrungsfette genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wer es tatsächlich nicht schafft, durch natürliche Ernährungsgewohnheiten auf seine Werte zu kommen, kann mit Fischölkapseln nachhelfen. Sind kleine Gelkapseln, welche nur beim Aufstossen einen leichten Fischgeschmack erzeugen, aber ansonsten problemlos genommen werden können.

Fazit

Man sieht, dass es tatsächlich auch gutes Fett mit erstaunlichen Wirkungen auf den fitnessorientierten Sportler gibt. Man kann und sollte zumindest auf Dauer auf keinen Nähstoff verzichten. Und zu diesen zählt auch das Fett.

Ronan Conan

Über Ronan Conan

Ich liebe Fitness, denn dies ist kein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Der damit verbundene Körper signalisiert Lebensfreude, Fleiß und Disziplin. Tugenden die, wie ich hoffe, niemals aussterben werden. Motto: Es gibt kein zu schweres Gewicht, nur zu wenig Kraft :-)

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