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Never give up – Durchstarten nach einem Unfall

veröffentlicht am 2. September 2013
Nach dem Sportunfall weitermachen
© Marek - Fotolia.com

Nach jedem Tief kommt ein Hoch – Mein Fitness Unfall

Wie viele über Facebook oder anderweitig mitbekommen haben, wurde ich Mitte Juli von einem unachtsamen Autofahrer einfach umgefahren, während eine Trainingsfahrt auf meinem Rennrad anstand.
Zu der Zeit war ich topfit und fuhr jede Woche neben den 4 Krafteinheiten im Studio runde 250km. Mein Ziel war ambitioniert aber einfach definiert: Unter die Top 200 Fahrer zu kommen bei den Cyclassics und somit im kommenden Jahr in der A-Gruppe starten zu können. Und dabei natürlich nicht an Kraft oder Muskelmasse einzubüßen. Nach dem Crash war dieses Ziel erstmal passe. Nicht nur, dass vom Arzt eine längere Trainingspause verordnet wurde, nein auch die Versorgung mit den nötigen Nährstoffen kann im Krankenhaus nicht gewährleistet werden. Morgens gibt es gerade Mal eine Scheibe Graubrot mit Marmelade. Würde ich so Zuhause frühstücken und dann zum Sport gehen, wären meine Leistungen bedeutend schlechter. Nach einer Woche Pause in jeder Hinsicht, sprich nicht arbeiten, kein Sport und alle Freunde irgendwo an der Ostsee, musste ich wieder ein paar Hanteln bewegen. Die mir sonst so freundlich gesonnenen Gewichte schienen sich nicht mehr an mich erinnern zu können, und machten sich besonders schwer. Der Schweiß lief schon beim Aufwärmen und die Pumpe wollte demonstrieren, wie schnell sie das Blut durch den Körper befördern kann. Sprich diese kurze Zeit hat so dermaßen an der Kraft und Ausdauer gesaugt, dass mir mein Ziel immer unrealistischer vorkam.

Wann kam die Wende?

Nach der Reparatur meines Rennrades ging es gleich wieder auf große Fahrt. Diesmal aber mit Helm :-) Bin die Unfallstrecke nochmal abgefahren um den kleinsten Rest an Angst zu beseitigen. Nach einem Sturz vom Pferd wird ein ambitionierter Reiter auch wieder aufsteigen und nicht daran denken, wie schmerzhaft der Sturz war. Die Fahrt tat richtig gut und das Rad fuhr sich wunderbar.
Nun war die Motivation wieder voll da und mit jeder Leistungssteigerung potenzierte sich die Freude, wieder voll am Leben dran teilnehmen zu können.
Auch wenn es etwas dramatisch klingt und der Unfall auch nicht weltbewegend war: Man wird wachgerüttelt und will leben. Drum machte ich nebenher noch mit meinem besten Freund einen Kletterschein. Das hatten wir uns schon so lange vorgenommen und konnten es endlich in die Tat umsetzen..es wurde der neue Freestylebereich und TRX ausprobiert und jetzt geht es beruflich noch mehr Richtung Selbständigkeit..es gibt nichts zu verlieren,nur zu gewinnen.

Wie lief das Rennen?

In der Nacht vor dem Rennen konnte ich kaum schlafen, da ein Freund noch seinen Geburtstag feierte. Dementsprechend müde stand ich morgens um halb 7Uhr in dem Startblock. Und warm war es auch nicht. Dennoch lief das Rennen super und es entstand eine persönliche Bestzeit und immerhin der Platz 203. Leider fehlen 3 Plätze um im A-Block starten zu dürfen, aber dennoch war die Freude groß.
Auch die Kraftleistungen im Studio sind wieder auf dem alten Stand, so daß am Ende nur noch die Narben an den Unfall erinnern.

Fazit

Laßt euch durch Krankheiten und Unfälle nicht entmutigen. Auch wenn der Wille gebrochen und das Ziel nicht mehr klar erkennbar ist, kann man alles schaffen. Wir sind Sportler, und das entscheidende sind nicht die Muskeln oder die fettfreie Mittelpartie, sondern die Einstellung zum Leben. Ziel anvisieren, einen Plan erstellen um dieses zu erreichen und am Ende stolz den Triumph geniessen.

Ronan Conan

Über Ronan Conan

Ich liebe Fitness, denn dies ist kein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Der damit verbundene Körper signalisiert Lebensfreude, Fleiß und Disziplin. Tugenden die, wie ich hoffe, niemals aussterben werden. Motto: Es gibt kein zu schweres Gewicht, nur zu wenig Kraft :-)

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