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Fitnesswahnsinn

veröffentlicht am 14. März 2013
Der Männerbody bestehend aus puren Muskeln
© Anetta - Fotolia.com

Fehler im Fitnessstudio – Alltägliche Beobachtungen

Ich gehe seit Jahren in Fitnessstudios ein und aus. Drum sieht man auch viele Mitglieder, die sich das Leben unnötig erschweren. Alle wollen so Aussehen, wie das Model auf dem Bild. Und Frauen, wenn sie ehrlich sind, finden das verdammt sexy :-) Nur führt nicht jeder Weg zum Ziel.

Fitnesstraining ohne Erfolg – Wo findet denn unökonomisches Training statt?

Los gehts mit unzähligen Wiederholungen, um die Muskeln zu definieren und Fett abzubauen.

  • Viele Wiederholungen haben an sich 2 trainingsrelevante Bedeutungen.
    • Die Muskelausdauer zu erhöhen, um in speziellen Sportarten besser zu werden (Fussball, Schwimmen..)
    • Nach schweren Sätzen als Pumpverstärker und somit für die begehrte Muskelfasziendehnung zu sorgen. Um zu definieren bedarf es einer negativen Energiebilanz durch Ernährungsumstellung und zum anderen Muskelaufbau mit Übungen im Bereich 7 bis 12 Wiederholungen.
  • Entspanntes Training auf dem Crosser oder Liegefahrrad mit Puls 65% des Maxwertes. Es ist zwar ganz nett und Schweiß kann auch nach etlichen Minuten fließen, aber die Gesamtbilanz der Kalorien ist entscheidend und nicht nur der Prozentsatz der aus Fett gewonnenen Kalorien. Sprich maßgeblich ist es für sich herauszufinden, bei welchem Puls man die angestrebten Minuten auf dem Cardiogerät gerade und eben bewältigt. Wenn 40 Min das Ziel sind, kann es nicht sein, dass man am Ende locker zur Umkleide marschiert. Es sollte, ähnlich wie bei allen Kraftübungen, bis an seine Grenzen gegangen werden. Wer wiederum bei 30 Min einbricht, sollte die Belastung reduzieren. Grund des Ganzen liegt in der Tatsache, dass nicht nur überschüssiges Fett schlecht für die Figur ist, sondern natürlich auch der Zucker, welche bei Nichtverbrauch umgewandelt in den Fettdepots landet.
  • Adduktoren- und Abduktorenmaschinen im Dauereinsatz. Ich kenne niemanden, der durch diese wundersamen Gerätschaften tolle Beine aufgebaut hat. Ein paar Sätze an der Beinpresse, wenn es schon eine Maschine sein soll, oder die freien Kniebeugen und Ausfallschritte sind die wahren Beinübungen, welche wirklich alle Bereiche ansprechen. Selbst wenn muskuläre Disbalancen vorhanden sind, kann durch Fußstellungswechsel an der Beinpresse und durch seitlich ausgeführte Ausfallschritte effektiver gearbeitet werden, als an den Maschinen.
  • Unzählige Bauchübungen, für den begehrten Sixpack. Es spricht nichts dagegen, den Bauch zu bearbeiten, gerade aus gesundheitlicher Sicht für eine bessere Körperhaltung und verminderte Rückenschmerzen, aber wer als Ziel den Sixpack hat, verschwendet damit, sofern im Übermaß ausgeführt, wertvolle Trainingszeit. Komplexe Übungen wie Kreuzheben, Klimmzüge, Gewichtheberübungen…sind da deutlich effizienter für die Erreichung des Trainingsziels.

Fazit

Nur weil viele etwas tun, wird es dadurch nicht besser. Hört auf euren Körper und sorgt für eine sinnvolle Gestaltung eurer Trainingszeit. Immerhin soll es ja neben dem Studio noch andere Aktivitäten geben, die eurer Aufmerksamkeit und eurer Zeit bedürfen :-)

Ronan Conan

Über Ronan Conan

Ich liebe Fitness, denn dies ist kein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Der damit verbundene Körper signalisiert Lebensfreude, Fleiß und Disziplin. Tugenden die, wie ich hoffe, niemals aussterben werden. Motto: Es gibt kein zu schweres Gewicht, nur zu wenig Kraft :-)

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